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Von A wie Aerobic bis Z wie ZUMBA - Vereinsbefragung stößt auf große Resonanz

14.09.2011

Wie zufrieden sind die Vereine im DJK-Diözesanverband Münster mit ihrer Organisation? Wie nehmen sie die Angebote ihres Verbandes wahr und in welchen Bereichen erwarten sie Unterstützung? Dies ist nur eine Auswahl der Fragen, mit denen sich das Sportamt im Frühjahr dieses Jahres an seine 83 DJK-Vereine wendete. Die Resonanz war groß: Über die Hälfte aller Vereine nahmen an der Befragung teil. Sie liefern mit ihren Antworten nicht nur ein Abbild der aktuellen DJK-Sportlandschaft, sondern geben ihrem Verband Aufgaben für die Zukunft an die Hand.


Vereinsbefragung

Der Diözesanverband Münster in Zahlen: Das sind 83 Vereine mit einer Größe von 23 bis 5000 Mitgliedern, die auf der Landkarte vom Niederrhein bis Oldenburg verstreut sind. Das sind Vereine mit gerade einmal einer Handvoll Mitgliedern bis hin zu Großvereinen wie der DJK Coesfeld mit über 5000. Und das sind Vereine mit einem Sportangebot, das von A wie Aerobic bis Z wie Zumba reicht. So weit, so bekannt.

Doch was steckt hinter den nackten Zahlen? Franz-Josef Kalmer, Stellvertretender Vorsitzender im Diözesanvorstand, wollte es genauer wissen. Und initiierte eine Befragung, mit der er den Vereinen genauer auf den Zahn fühlen wollte. Erste Überraschung: Der Rücklauf. Weil über die Hälfte der DJK-Vereine dem Aufruf ihres Verbandes folgte und den vierseitigen Bogen bearbeitet ins Sportamt zurück schickte, ergab sich aus Kalmers Sicht ein „repräsentatives Ergebnis. Ich bin sehr zufrieden mit der überragenden Rücklaufquote. Das zeigt das hohe Interesse“, meint Kalmer, der sich seit fast zwei Jahren im Vorstand des Diözesanverbandes engagiert. Für ihn, dem erklärten Fürsprecher der Kreis- und Bezirksverbände, hat der Rücklauf, der regional sehr unterschiedlich ist, eine weitere wichtige Erkenntnis gebracht. Nämlich die der Bedeutung funktionierender Kreisverbände. „In den aktiven Kreisverbänden haben wir eine Rücklaufquote von bis zu 75 Prozent.“ Der Kreis als wichtiges Bindeglied zwischen Diözesanverband und Verein? Für Kalmer fällt die Antwort spätestens mit der Befragung eindeutig aus. Er, der selbst seit vielen Jahren im KV Münster tätig ist, will sich für die Stärkung dieser Ebene einsetzen.

Eine Überraschung hat Horst Hemkemeyer, Vorsitzender des DV, bei der Betrachtung der umfangreichen Auswertung nicht feststellen können, eine Erkenntnis weist er jedoch besondere Bedeutung zu. Kein anderer Sportverband verfügt über eine derart heterogene Struktur wie die DJK. Angefangen von den Mitgliederzahlen bis hin zu den Sportarten gibt es im gesamten Verbandsgebiet gewaltige Unterschiede. Das wiederum sei die Herausforderung, der sich sein Verband stellen müsse, meint Hemkemeyer: „Unser Ziel muss es sein, diese heterogene Struktur zu bedienen.“

Was bei allen Unterschieden auffällt: Die Basis des Sportbetriebs bilden weiterhin traditionelle Sportarten. König Fußball steht unangefochten an vorderster Stelle, gefolgt von Volleyball. Daneben gibt es Entwicklungen: „Die Vereine öffnen sich neuen Sportformen und -inhalten“, meint Hemkemeyer mit Blick auf das Zahlenmaterial. 23 Vereine (53 Prozent) gaben an, Kurssysteme installiert zu haben. Die Bandbreite reicht dabei von Pilates über Gymnastik bis hin zu Hip-Hop-Dance, Koronarsport bis hin zu Tanzen. Die Liste der Angebote umfasst sage und schreibe 28 unterschiedliche Programme. Dabei steht das Thema „Entspannung“, zum Beispiel in Form von Yoga-Kursen, offensichtlich ganz hoch in der Gunst der Teilnehmer. Dagegen tauchen Angebote zur Stressbewältigung und zur Suchtprävention unter den Angaben nicht auf.

Und wie steht es um die Beziehung zwischen dem Sport und der Kirche, einem wichtigen Markenzeichen der DJK? 29 Vereine (67 Prozent) geben an, die Position des Geistlichen Beirates besetzt zu haben. Der wiederum erweist sich in vielen, wenn auch nicht allen Fällen, als Türöffner zur Kirchengemeinde. 17 der 29 Vereine bewerten ihren Kontakt als eng. Von den 14 Vereinen, die über keinen geistlichen Bereit verfügen, beschreiben gerade einmal zwei Vereine ihre Beziehung zur Kirchengemeinde als eng.

DJK ist mehr. Dieser Leitgedanke spiegelt sich auch in den Ergebnissen der Befragung wider. Sage und schreibe 86 Prozent aller Vereine geben an, außersportliche Aktivitäten durchzuführen. Ausflüge und Reisen mit Kindern und Jugendlichen dominieren diesen Bereich. Das unterstreicht den Stellenwert, den die Sportjugend in den Vereinen genießt.

Eine weitere Zahl fällt ins Auge. Doch ist es eine Überraschung, dass die Vereine schätzen, dass der überwiegende Teil ihrer Mitglieder, nämlich 71 Prozent, Katholiken sind? Wohl kaum. Doch auf der anderen Seite ist der Anteil von DJK-Mitglieder mit Migrationshintergrund im statistischen Vergleich mit sechs Prozent eher gering. Für Anja Plogmaker, seit Mitte des Jahres neue Sport- und Bildungsreferentin bei der DJK, verdient dieser Aspekt eine besondere Aufmerksamkeit. Sie wirft die Frage auf, ob sich die Vereine mit passenden Angeboten dieser Zielgruppe stärker öffnen sollten. Oder ob dies mit Blick auf den demographischen Wandel gar eine Pflicht wird.

Plogmaker hat die Zahlen und Grafiken mit besonderem Interesse studiert und dadurch einen ersten Eindruck der DJK-Landschaft gewonnen. Ihr Anliegen: „Ich werde in den Vereinen nachhorchen und die Ergebnisse mitnehmen.“ Ihr Auftrag: Die neue Sport- und Bildungsreferentin will sich auf den Weg zu den Vereinen begeben und während ihrer Besuche Entwicklungsmöglichkeiten ausloten. Die ersten Vereinsbesuche, die unmittelbar Auswirkungen auf die künftige Zusammenarbeit zwischen Verein und Verband nach sich ziehen sollen, finden bereits in diesem Jahr statt.

Dieses Anliegen deckt sich mit den Vorstellungen von Franz-Josef Kalmer. „Ich sehe die Notwendigkeit, näher an die Vereine heran zu kommen.“ Die Vereinsbefragung hat aus seiner Sicht nicht nur Ergebnisse geliefert. Von ihr soll auch eine Signalwirkung ausgehen. Die Botschaft: „Wir suchen den engen Kontakt zu unseren Vereinen.“

Für einige Vereine hat sich das Mitmachen an der großen DJK-Vereinsbefragung zusätzlich gelohnt. Zum einen würdigte der Diözesanverband diejenigen, die sich besonders schnell an das Bearbeiten des Formulars machten. Die ersten zehn Rücksendungen wurden mit jeweils 25 Euro belohnt. …
Zusätzlich erhielten drei der teilnehmenden Vereine Sportgeräte-Gutscheine im Gesamtwert von 600 Euro. Das Los entschied …

1. Platz: 300 EUR - SC DJK Everswinkel e. V.

2. Platz: 200 EUR - DJK Barlo 59 e. V.

3. Platz: 100 EUR - DJK Schwarz-Gelb Wilhelmshaven e. V.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!


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